Hundeschule

Einzelbegleitung

Nur du, dein Hund und der Trainer. Individuell und effektiv! Eine Einzelstunde gibt uns die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in deinen Alltag zu bekommen und dadurch noch intensiver mit dir und deinem Hund arbeiten zu können.


Gruppe Erziehung

Hier bekommst du das Wissen an die Hand, welches du langfristig benötigst, um mit deinem Hund alle Herausforderungen des Alltags zu meistern. Die Termine finden in einer Gruppe von 4 bis 6 Mensch-Hund-Teams statt.

Gruppe Beschäftigung

Ein großer Bereich bei Biancas Hunderwerk ist der Beschäftigungsbereich. Viele Menschen legen den Fokus viel zu sehr darauf, was sie stört und was sie verbessern wollen, anstatt einfach mal Spaß mit dem Hund zu haben und dadurch einen echten Zugang zu ihm zu bekommen. Probier es aus, es lohnt sich!


Hundefreilauf - Hunde verstehen lernen

Wir bieten euch einen tollen moderierten Hundefreilauf mit gemischten Gruppen auf unserem großen Trainingsgelände in Trier Ehrang!


Schulterblick Hundetrainer/Dogwalker

Du möchtest uns über die Schulter schauen, da du dir selbst vorstellen kannst, als Hundetrainer oder Dogwalker zu arbeiten? Dann kannst du dir gezielt das heraussuchen, was dich anspricht!


Hundeschule? Hundetraining? Hundetrainer? Eher Menschenschule, Menschentraining und Menschentrainer! Du möchtest dazulernen, deinen Vierbeiner besser verstehen, deine Fehler im Umgang mit Hunden aufgezeigt bekommen, da du weißt, dass auch du deinen Teil zu eurer Beziehung und Hundeerziehung beiträgst? Dann bist du bei uns goldrichtig, denn wir geben dir nicht einfach unsere Lieblingsmethode an die Hand, sondern schauen genau, wer du bist und wer dein Hund istIn der Erziehung gibt es viel Kommunikation und bei tagtäglicher Kommunikation entstehen auch hier und da mal Missverständnisse. Methoden und Techniken können hilfreich sein, um verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit Hunden zu verdeutlichen, können aber im direkten Umgang hinderlich sein, wenn sie als Technik Tag für Tag am Hund angewendet werden, damit es "funktioniert". Hunde funktionieren nicht, genauso wie wir Menschen. Die Authentizität und Kommunikation mit dem Hund rücken dabei in den Hintergrund und beide Seiten stumpfen füreinander ab. Keiner sieht mehr, wie der andere wirklich ist und hört ihm nicht mehr wirklich zu. Dabei ist es das, worauf es zu 100% ankommt!

Gerade durch den Methodendschungel im Hundetraining erliegen wir schnell dem Glauben, dass es die Technik ausmacht, wenn es um den Umgang mit dem Hund geht. Klar, uns ist schon bewusst, nicht jede Methode passt zu jedem Hundehalter und Hund, aber grundsätzlich findet sich irgendwo, irgendwie schon die Passende. Und wenn nicht, gehen wir von Hundeschule zu Hundeschule oder von Hundetrainer zu Hundetrainer, um sie für uns zu finden. Dabei geht es gar nicht um die Technik. Es geht um DICH. Es geht darum, wer du bist, wie dein Hund nicht wahrnimmt und wie du an deinen Wesenskern kommst, damit dein Hund das annehmen kann, was du sagst. Wir sind nämlich oft überladen von Masken, die verhindern, dass dein Hund sich an dir orientieren und das tun kann, was du sagst, weil du nicht du selbst bist. 

Dabei kommt es so gut wie kaum auf irgendwelche Techniken an, denn jede Methode kann mit einer unterschiedlichen Einstellung dahinter anders wirken, aussehen und dementsprechend funktionieren. Das liegt dann aber eben nicht an der Methode an sich, sondern am Hundehalter. Was er von sich denkt, von anderen, über seinen Hund und wie er durch die Welt läuft. Jeder sieht bekanntlich nur seine eigene Realität und da kann der eine Hund bei einem Menschen ein „Problemhund“ sein oder als das gesehen werden, während genau dieser Hund bei einem anderen Menschen problemlos mitläuft oder gar mit den „problematischen Verhaltensweisen“ nicht als problematisch wahrgenommen wird

Das Beste, was du für deinen Hund tun kannst, wenn du möchtest, dass es ihm gut geht, ist, dafür zu sorgen, dass es dir gut geht und dass dir das auch wichtig ist! Denn nur dann bist du in der Lage im Alltag mit hin und wieder konfliktreichen Situationen widerstands- und handlungsfähig deinem Hund eine stabile Stütze und Vorbild zu sein. Und das ist es, was Hunde glücklich macht, denn dann müssen sie nicht unsere teilweise abstrusen Gedankengänge von uns kompensieren. 

Wir möchten keine Hunde, die außenorientiert sind. Dabei bringen wir es ihnen ja fast schon bei, zeigen ihnen an uns, wie Außenorientierung funktioniert: wir zermatern uns den Kopf darüber, was andere von uns denken, versuchen freundlich/kompetent/professionell rüberzukommen, denken darüber nach, wie wir dem Hund gerecht werden, warum wir nicht besser in dies oder jenem sind, warum andere dies oder jenes haben und wir nicht ... Wir haben verlernt bei uns zu sein, in unsere Stärken zu vertrauen und verlangen das und noch mehr von unseren Hunden. Wir sollten grundlegend weg von dem Gedanken, dass wir Hunden so viel beibringen müssen und anfangen mehr auf uns zu schauen, denn jede Methode kann und kann nicht funktionieren - mit der passenden Einstellung dahinter. Nicht zu der Methode, sondern zu sich selbst.

Die meisten Hundehalter machen sich viel zu viele Gedanken darüber, welche Erziehungsmethode die richtige ist, als darauf zu schauen, wie der Hund sie grundlegend sieht. Es werden Glaubenskriege ausgetragen, denn für die einen sind die anderen zu weichgespült und für die anderen die einen zu hart zu ihren Hunden. Dabei kommt es unserer Meinung nach als Hundetrainer erstmal überhaupt nicht darauf an, ob ich als Mensch Grenzen setze oder nicht, ob ich bedürfnisorientiert erziehe oder nicht oder ob ich mit Futter arbeite oder nicht. Das häufigste Problem des Hundetrainers ist, dass Hunde ihren und andere Menschen als Wesen ohne eigene Meinung und ohne eigenen Standpunkt erleben und wir nahezu jederzeit springen, sobald sie uns nur schief angucken. 

Wir lassen auf uns herumtrampeln, damit der Hund den besten Platz auf der Couch bekommt, lassen uns Körperkontakt aufzwingen, lassen sie raus und sofort wieder rein, der Hund könnte müssen oder ihm ist doch kalt und das Schwierige an der Sache ist, dass es für uns Halter, so gesehen, erstmal gar nichts Schlimmes ist, denn wir wollen unserem Hund nah sein, wollen ihn streicheln, wollen ihm seine Wünsche erfüllen. Es ist als Hundehalter betrachtet, erstmal nicht so schlimm, aber wenn man das aus Sicht des Hundes betrachtet, vermittelt es etwas, was womöglich mehr oder weniger „schlimme“ Folgen haben kann. Die meisten Hunde erleben schon von Welpe an hochgradig manipulierbare Menschen und merken, dass sie permanent Forderungen stellen können. Und dann gehen diese Menschen zur Hundeschule, da der Hund draußen unerwünschtes Verhalten zeigt und ihnen wird von diversen Hundetrainern und in diversen Hundeschulen erklärt, dass der Hund ja, zum Beispiel, nicht so viele Entscheidungen an der Leine treffen darf. Naja, um mal ehrlich zu sein, fängt das Problem ja ganz woanders an. Aber viele Hundetrainer arbeiten häufig nicht am Kernproblem, sondern es wird am Hund trainiert, verschiedene Methoden ausprobiert, Techniken erklärt und das alles mit einem Hund, der gar nicht verstehen kann, was da gerade passiert und das auch gar nicht annehmen kann oder auch will. Nicht von seinen Menschen, die ihm immer noch permanent vermitteln, dass sie springen, wenn er ruft und die es nicht bemerken oder kommentieren, wenn er sich kleine Respektlosigkeiten herausnimmt. Und dann wundern wir uns, warum Hunde schwierig werden, keine Grenzen akzeptieren, ihren Menschen nicht zuhören und sie überhaupt nicht ernst nehmen oder sogar gegen sie gehen. Mit einer Vehemenz, die signalisiert „Du hast mir gar nichts zu sagen!“ und der Hund damit meistens vollkommen Recht hat. Das ist für uns ganz oft unverständlich, aber objektiv betrachtet, total verständlich!

Hunde werden keine Tyrannen, weil sie keine Grenzen gesetzt bekommen. Sie werden auch nicht unhändelbar, weil man sie mit Liebe überschüttet oder weil man zu viele Grenzen setzt. Sie werden schwierig, weil viele Menschen weder körperlich noch mental in der Lage sind, ihren eigenen Standpunkt zu halten. Es wird viel zu viel auf den Hund reagiert und auf die Bedürfnisse des Hundes geschaut, dabei sollten sich die Menschen wieder fragen: Was möchte ich? Die Bedürfnisse des Hundes zu erfüllen ist die eine Sache, die auf jeden Fall wichtig ist, da wir Verantwortung für dieses Wesen übernommen haben. Aber ob das immer dann sein muss, wenn der Hund es gerne hätte und ob ich es in Ordnung finde, wenn der Hund mit mir „redet“, als wäre ich sein Dienstmädchen, die andere Sache. 

 

Möchte ich Forderungen an meinen Hund stellen, darf ich nicht immer springen, wenn er fordert. Und das fängt nicht draußen an, sondern in den ganz kleinen Dingen im Alltag. Möchte ich von meinem Hund ernstgenommen werden, sollte ich nicht derjenige sein, der zu allem Ja und Amen sagt, denn von so jemandem ist weder Lob viel wert noch eine Ermahnung von großer Bedeutung!

Dennoch ist es auch nicht förderlich ins andere Extrem zu verfallen. Gerade Hundetrainer sind aufgrund ihres hohen Anspruchs oft anfällig dafür. Prinzipienreiterei und ständig alles zu verbieten hat genauso wenig mit wohlwollender Führung zu tun wie ständig bei jedem Wunsch des Hundes nachzugeben.

An allen Ecken und Enden und von Trainer zu Trainer hört man „Du musst konsequent sein!“ wenn es um das Thema Hunde bzw. deren Erziehung geht. Grundsätzlich ja, aber irgendwie auch nein, denn manchmal wird aus Konsequenz ein Kampf, der am Ende des Tages für alle Parteien einfach nur frustrierend ist. 

 

Natürlich ist es wichtig auch mal „dran zu bleiben“, seinen Standpunkt zu verdeutlichen und eben nicht auf jede Regung des Hundes zu reagieren. Trotzdem kann eine starre Konsequenz, die nur verdeutlichen soll, dass „man es kann“, von Hunden durchschaut werden und führt oft genau ins Gegenteil. Es werden unglaubliche Diskussionen über Kleinigkeiten geführt und dieses „aus Prinzip“ auch vom Hund gelebt. Wir kennen das alle, wenn wir das Gefühl haben, etwas zu müssen, dann wollen wir es „aus Prinzip“ nicht mehr. Es baut einen enormen Druck auf und je verbissener ich mit meinem Hund bin, desto mehr mentalen Druck übe ich aus. Hat der Hund dann wirklich noch eine Chance, etwas richtig zu machen? 

Konsequenz kommt an, wenn man auch mal nicht konsequent ist. Ich werde nicht respektiert, weil ich etwas verbiete, sondern ich kann etwas verbieten, weil ich respektiert werde! Diese Anerkennung muss vorhanden sein, damit ich erhört und meine Forderungen akzeptiert werden. Habe ich diese Anerkennung nicht und bin einfach nur mal „richtig“ konsequent, führt das nicht selten zu richtig unfairen Ausmaßen, die mit Konsequenz, fairer Erziehung und souveräner Anleitung kaum noch etwas zu tun haben. Erhalte ich wirklich Respekt, wenn ich um jede Kleinigkeit, jeden Zentimeter, jeden Blick diskutieren muss? Fühle ich mich dann noch akzeptiert, wenn jede Kleinigkeit, jeder Zentimeter, jeder Blick getadelt wird? 

Habe ich Verantwortung für ein Lebewesen, welches mit mir zusammenlebt und mich dementsprechend sehr gut kennt, wird es nicht reichen Techniken und Methoden abzuspulen, denn all meine Gedanken werden zu Handlungen, die mein Gegenüber sieht, einschätzt und seine Reaktion darauf anpasst. Dementsprechend ist es so enorm wichtig, bei sich, echt und authentisch zu sein und vor allem bei all den Anforderungen an unsere Hunde nicht zu vergessen, dass das Einhalten von Regeln leichter fällt, wenn Bedürfnisse erfüllt sind. Kann der Hund auch mal Hund sein und seinen eigenen Interessen nachgehen, kann er auch mal seine Wünsche hinten anstellen und sich zurücknehmen. Und dann macht er es gerne - für einen wohlwollenden, souveränen Menschen an seiner Seite, bei dem er sich verstanden fühlt und zu dem er aufschaut.